Was war, was ist, was wird?

25. Januar 2010 Kommentare ausgeschaltet

Am 31.12.2009 ging nicht nur das Jahr, sondern auch unser Projekt zu Ende. Die Themen Datenschutz, Killerspiele und (il)legale Downloads stießen bei unseren TeilnehmerInnen und den VortragszuhörerInnen auf breites Interesse.

In der Abschlussbesprechung betonten alle TeilnehmerInnen, dass
- sie “etwas gelernt haben”
- sie zukünftig vorsichtiger im Internet mit persönlichen Daten umgehen
- Ihnen die Relevanz von Datenschutz nicht bewusst war
- ParteipolitikerInnen “auch nur Menschen und eigentlich ganz nett sind”
- sie mehr Lampenfieber vor den Intereviews und den Vorträgen hatten als nötig war
- sie Dinge gelernt haben – Vortrag erstellen, halten, Interviews führen – die Ihnen in der Schule weiterhelfen

Wir bedanken uns bei allen für die rege Teilnahme und die Unterstützung für unser Projekt. Und eins ist sicher: Der Kampf um mehr Bürgerrechte und weniger Kriminalisierung geht weiter!

Die Vorträge

12. Dezember 2009 Kommentare ausgeschaltet

Nicht nur fragen, sonder auch was sagen! Im Rahmen des Projektes wurde versucht, VetreterInnen aller wichtigen Parteien zu interviewen, leider gab es nicht von allen Rückmeldungen.
Aber die TeilnehmerInnen haben sich auch selbst an die Arbeit gesetzt und den Vortrag „Den Daten auf der Spur“ ausgearbeitet, nebst ausführlicher Anleitung. Der Vortrag wurde am 2. Dezember im Mehrgenerationenhaus des SOS-Kinderdorf bei Jung hilft Alt in Merzig und am 3. Dezember in den Räumen der Christlichen Erwachsenenbildung (CEB) in Merzig-Hilbringen gehalten.

Der Vortrag und die Anleitung können hier heruntergeladen werden.

Privatangelegenheiten nicht per mail – Interview mit Oliver Luksic, Mitglied des Bundestages (FDP)

21. November 2009 Kommentare ausgeschaltet

Hinweis: Wir danken Oliver Luksic für das Interview, das hier leicht gekürzt wiedergegeben wird.

Frage: Welchen persönlichen Vorteil hat für Sie das Internet?
Antwort: Um in Kontakt zu bleiben mit meinen Freunden, Verwandten, Bekannten. Ich hab ja auch im Ausland studiert und gearbeitet, und sonst bricht ja der Kontakt ab, und so ist man natürlich auf dem Laufenden.

F: Was macht für Sie das Internet so populär?
A: Ja, verkürzt gesagt, die Entfernungen. Das war vor zehn, zwanzig Jahren schwieriger soziale Kontakte aufrecht zu erhalten. Das ist einfach zu bedienen, und bietet eine Gelegenheit, sich schnell zu informieren und in Kontakt zu treten zu anderen. Man muss es natürlich auch kritisch sehen, auf der einen Seite heißt das Internet mehr Kommunikation, aber es heißt vielleicht auch weniger Qualität der Kommunikation. Es ist natürlich auch wichtig, dass man seine Freunde real auch mal sieht. Mehr…

Interview mit Stefan Müller, Grüne Merzig-Wadern

16. November 2009 Kommentare ausgeschaltet

Das massenhafte Speichern geht zu weit – Interview mit Anke Rehlinger, Mitglied des saarländischen Landtags (SPD)

13. November 2009 Kommentare ausgeschaltet

Hinweis: Wir danken Anke Rehlinger für das Interview, das hier leicht gekürzt wiedergegeben wird.

Frage: Wie nutzen Sie das Internet?
Antwort: Ein ganz wichtiges Recherchemedium, es ist ein tägliches Arbeitsinstrument geworden.

F: Verschlüsseln Sie ihre Emails?
A: Nein! Ich kenne das gar nicht. Ich bin bisher gut damit gefahren, in email nur Sachen reinzuschreiben, die von jedermann gelesen werden können. Alles andere regle ich in persönlichen Gesprächen. Ich wunder mich aber manchmal schon, was die Leute da reinschreiben. Ich halte aber niemanden für verdächtig, der das macht.
Paybackpunte haben ja auch nichts anderes zum Inhalt, als herauszufinden was ich kaufe. Marktforschung ist das. Die Treuepunkte, das ist ja nur aufgesetzt. Darum nutze ich das auch nicht.
Mehr…

Das erste Mal

28. September 2009 Kommentare ausgeschaltet


Presse informiert, Handzettel verteilt, emails verschickt. Das Projekt „Kreativität ist kein Verbrechen“ der Aktion 3.Welt Saar kann also beginnen. Am Mittwoch den 23. September fast pünktlich um 18.30 Uhr geht es los. Und zwar im Evangelischen Gemeindehaus Merzig. Warum gerade da? Weil es in Merzig liegt und damit relativ zentral, wir wollen ja keinen fahrtechnisch abschrecken. Außerdem ist der Jugendmitarbeiter Frank Paqué mit von der Partie, den interessiert das nämlich auch.

Und nicht nur den: Insgesamt acht Jugendliche trauten sich in das traute Heim um bei „Kreativität ist kein Verbrechen“ mitzumachen, fünf Jungs und drei Mädels. Mehr…

Wie alles begann

1. September 2009 Kommentare ausgeschaltet

Kreativität ist kein Verbrechen – Projekt zu Zensur und Datenschutz

Ist man kriminell, weil man sich ein Musikstück aus dem Internet runtergeladen hat? Zockt man gerne am Computer und hat keine Lust, ein Killerspieler genannt zu werden? Muss die Bundesregierung wissen, welche Internetseiten man besucht? Muss die Polizei wirklich mit Videokameras überwachen? Mit persönlichen Daten im Internet machen andere das große Geld. Z.B. wurde myspace für die hohe Summe von 580 Millionen € verkauft, auch wer-kennt-wen wurde für etliche Millionen an RTL  verscherbelt.

Unter dem Motto „Kreativität ist kein Verbrechen“ bietet die Aktion 3.Welt Saar ein Projekt für Jugendliche und junge Erwachsene zu Zensur und Datenschutz im Internet an.

Unter Anleitung von „Netzperten“ wie Hans Wolf (www.datenparty.de) und Wolfgang Johann (www.annefrankblog.de) gibt es einiges zu lernen und zu gestalten. Zum Beispiel:

  • Tipps und Tricks, sich clever im Netz zu bewegen und möglichst wenige persönliche Daten zu hinterlassen
  • Einen Vortrag zu all diesen Fragen zu entwickeln
  • Gemeinsam mit einem der „Netzperten“ einen Vortrag zu halten
  • Mit Partei-VertreterInnen Termine zu vereinbaren und sie mal ein bisschen zu löchern in Sachen Zensur im Internet. Mal hören, was sie zu sagen haben; z.B. SPD, CDU, FDP, Grüne, die Linke, Piratenpartei.